WWW.WATT-WANDERN.DE - Christine Dethleffsen, Nationalpark Watt- und Gästeführerin

© Anja Grabowski

Weltnaturerbe Wattenmeer

Beim Weltnaturerbe Wattenmeer handelt es sich um ein Gebiet von rund 11.500 qkm entlang der Küste mit einer Länge von etwa 500 Kilometern.
Das Wattenmeer besitzt sowohl hinsichtlich der geologischen und ökologischen Prozesse als auch hinsichtlich seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine weltweit herausragende Bedeutung. Es wird ständig neu geformt von Wind und Gezeiten und zeigt auf einmalige Weise, wie sich Pflanzen und Tiere an die ständig wechselnde Landschaft anpassen. Das Wattenmeer bietet ein Zuhause für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die andernorts selten geworden sind. Am spektakulärsten ist der Vogelzug im Frühjahr und Herbst mit bis zu zwölf Millionen Vögeln, die eine Rast im Wattenmeer einlegen.

© Wadden Sea World Heritage, 2015, veröffentlicht auf YouTube

Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer

Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer besteht seit 1985, er reicht von der deutsch-dänischen Seegrenze im Norden bis hin zur Elbmündung im Süden. Im nordfriesischen Teil umfasst er das Watt um die Marsch- und Geestinseln und Halligen bis zum Festland
Mit einer Fläche von 4410 km² handelt sich um den und den größten Nationalpark zwischen dem Nordkap und Sizilien. 68 % liegen unter Wasser und 30 % fallen periodisch trocken.
Der Nationalpark ist in zwei Zonen aufgeteilt, die verschiedenen Schutzstufen entsprechen. Zone 1 bildet dabei den Kernbereich des Schutzgebiets. Diese Zone umfasst 1/3 des Nationalparks, es sind besonders sensible Gebiete, wo es nicht zu Störungen kommen darf, wie Seehundsbänke oder Brutkolonien, Plätze, an denen sich viele Zugvögel mausern. Die Zone 1 ist prinzipiell für die Öffentlichkeit geschlossen, Ausnahmen bilden lediglich angrenzende Routen für geführte Wattwanderungen.
Zone 2 bildet eine so genannte „Pufferzone“ um die Zone 1 herum, in der eine nachhaltige Nutzung ermöglicht wird.
Der Nationalpark zeichnet sich aus durch seine enorm große Vielfalt an besonderen Pflanzen, wie den Salzwiesenpflanzen mit den besonderen Insekten, den zahlreichen Arten von Lebewesen im und auf dem Wattboden, im Wasse, sowie den vielen Brut- und Rastvögeln.

Vielleicht kennen Sie den Begriff „The Big Five“ aus den großen Nationalparks Afrikas. Gemeint sind damit Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard als Safari- Highlights.
Die werden Sie im Wattenmeer nicht antreffen. Aber auch hier leben Tiere, über die man staunen kann. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen, weil sie im Vergleich zu den Riesen der afrikanischen Savanne sehr klein sind. Fünf typische Arten mit einer spannenden Lebensgeschichte, das sind unsere „Small Five“: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Wattschnecke und Nordseegarnele. Sie sind angepasst an Überflutung und Trockenfallen, sie ertragen Salzwasser und Regenschauer, überdauern bei Frost und sommerlicher Hitze, und sie widersetzen sich erfolgreich einer Armada hungriger Fressfeinde.
Im Wattenmeer wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Eben noch Lebensraum für Fische und Seehunde, stochern wenig später auf derselben Fläche unzählige Watvögel nach Nahrung. Es muss wohl ein attraktives Nahrungsangebot geben. Und die „Small Five“ spielen eine wichtige Rolle dabei.

Die „WET FIVE“ des Nationalparks Wattenmeer sind fünf typische Vertreter der Unterwasserwelt, und wurden erst im Jahr 2020 festgelegt. Zu den Wet Five gehören:

Ohrenqualle
namensgebend sind die 4 weißlich bis violetten ohrenförmigen Keimdrüsen und besteht zu 98% aus Wasser. Sie kann unter optimalen Bedingungen eine Größe von 40cm Durchmesser erreichen und ist weltweit vertreten, in Nord- und Ostsee, treten sie besonders stark im Spätsommer auf, erreichen bei uns nur ein Alter von 4-6 Monaten und sterben dann. Die Ohrenqualle ist ein Fleischfresser, ernährt sich hauptsächlich von Planktonorganismen, nimmt aber auch gern Ruderfußkrebse, Fadenwürmer, Kieselalgen und mehr.
Seestern
Ein Stern mit 5 Armen leuchtet bei uns meistens rot-orange, bei einer Größe von 30-50 cm Durchmesser. Auf der Unterseite der Strahlen befinden sich viele kleine Saugnäpfe, die er zur Fortbewegung braucht. Statt eines Kopfes hat er ein Maul welches er zur Nahrungsaufnahme ausstülpen kann, er bevorzugt Muscheln. Er ist verbreitet vom Nordkap bis Westafrika.
Scholle
Schollen gehören zu den Plattfischen und sind der populärste Vertreter dieser Fisch-Ordnung. Sie bevorzugen als Lebensraum den Meeresboden, besonders die Nordsee, da sie salzreiches, kühles Wasser lieben. Faszinierend sind ihre Augen, die anfangen zu wandern sobald die Jungtiere eine gewisse Größe erreicht haben, danach beginnen sie flach über dem Meeresgrund zu schwimmen erreichen, die älteste je gefangene Scholle war ca. 50 Jahre alt. Je nach Alter ernähren sich von Garnelen, Krabben, kleinen Muscheln oder Plankton.
Seeanemonen
Auch Seerose oder Seenelken genannt, haben kein Skelett, sie können sich durch langsames kriechen auf ihrer Fußscheibe fortbewegen, aber auch am Untergrund festkrallen oder im Sand eingraben, was ihnen durch ihren muskulösen Körper nicht schwer fällt. In europäischen Gewässern leben ca. 60 Arten, ihre Nahrung sind Fische, Krebse, Schnecken oder auch nur Plankton.
Ruderfußkrebs
Er gehört zur Gattung der Krebse mit einer Körperlänge von 0,2 bis 2 mm, die Weibchen sind stets größer wie die Männchen. Sie leben im Meer, aber auch in Binnengewässern, Flussmündungen, usw.
Sie gehören zum Zooplankton und sind daher ein wichtiger Teil in der Nahrungskette anderer Meeresbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Phytoplankton, welches sie filtrieren, aber auch als Räuber oder Parasiten finden sie ihre Nahrung.

Das Wattenmeer ist berühmt für seinen Vogelreichtum. Über 10 Millionen Wat- und Wasservögel nutzen es im Laufe eines Jahres. Ein Teil brütet auch hier am Watt, die Brutplätze der meisten Arten liegen aber in den arktischen Tundren von Sibirien bis Grönland. Für sie ist das Watt eine „Tankstelle“ aus Würmern, Muscheln und Krebsen, in der sie sich die nötigen Fettreserven für bis zu 5.000 km weite Zugstrecken zwischen den Brut- und Rastgebieten anfuttern. Fünf besonders typische Vogelarten im Nationalpark, das sind unsere „Flying Five“: Alpenstrandläufer, Brandgans, Austernfischer, Silbermöwe und Ringelgans.

Viele Wat- und Wasservögel kommen zu uns, um vom Nahrungsreichtum des Wattenmeeres zu profitieren. Bei Hochwasser rasten sie in großen Schwärmen auf den Salzwiesen oder vorgelagerten Sandbänken. Ausgerüstet mit Fernglas und Spektiv zeigen Ihnen unsere Ranger und Nationalpark-Betreuer die ornithologischen Kostbarkeiten in voller Lebensgröße, oft auch seltene und bedrohte Arten. Vielleicht entdecken Sie Vögel, die Sie noch nie in ihrem Leben beobachten konnten. Aktuelle Berichte aus der Vogelzugforschung lassen erahnen, zu welch unglaublichen Höchstleistungen unsere Weltenbummler fähig sind. Die Vögel und ihre Wanderungen verdeutlichen wohl am anschaulichsten die Bedeutung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe. Lassen Sie sich vom einzigartigen Schauspiel der großen Vogelschwärme faszinieren.

Zu unseren „Big Five“ zählen die drei Säugetierarten Seehund, Kegelrobbe und Schweinswal, der Seeadler als größter Vogel und der Stör als größter Fisch. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden in Europa viele große Tiere intensiv gejagt, einige Arten sogar gänzlich ausgerottet. Im Wattenmeer haben Seehund und Schweinswal bis heute überlebt. Kegelrobbe und Seeadler waren ausgerottet, wanderten aber aus anderen Regionen wieder ein. Nur der Stör ist bis heute bei uns ausgestorben.
Seehunde sind ein „Muss“ in jedem Nordsee-Urlaub. Von vielen Hafenorten starten Ausflugsschiffe unserer Nationalpark-Partner-Reedereien zu Beobachtungsfahrten. Fahrten zu den seltenen Kegelrobben auf den Knobsänden vor Amrum werden in Hörnum/Sylt angeboten. Und mit ein bisschen Glück und Ausdauer gelingt dabei auch eine Walbeobachtung. Konkrete Termine zu den Seehundfahrten finden Sie in den Nationalpark-Häusern, den Tourist-Infos oder im „Naturerlebnisfinder“ ( www.nordsee-naturerlebnis.de). Seehunde und Kegelrobben lassen sich hinter dem Deich beobachten: in der
Seehundstation Friedrichskoog (beide Arten) und im Westküstenpark St. Peter- Ording (Seehunde).
Seeadler sind noch immer selten, aber mit etwas Glück am Wattenmeer ganzjährig zu beobachten. Gute Chancen bestehen im Rickelsbüller und im Beltringharder Koog, im Mündungsgebiet der Eider und im Dithmarscher Speicherkoog.
Zum Stör erfahren Sie alles Wissenswerte im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning (www.multimar-wattforum.de). In den großen Aquarien lassen sich die Tiere in aller Ruhe beobachten.

Salzwiesen bilden den Übergang zwischen Meer und Land. Dieser Lebensraum stellt besondere Anforderungen an Pflanzen und Tiere. Er liegt nur wenig über dem mittleren Hochwasserstand und wird jährlich 10 – 250 mal von Salzwasser überflutet.
Salzwiesen entstehen, weil jede Flut Schwebteilchen ins ufernahe Watt schwemmt. Wenn zur Hochwasserzeit die Strömung für kurze Zeit ruht, sinkt feines Material ab und bildet nach und nach eine Schlickschicht. Wenn der Schlick hoch genug angelandet ist, siedelt sich der Queller an – eine sogenannte Pionierpflanze.
Nach und nach wächst das Land vor dem Deich höher, im Mittel etwa 1 cm pro Jahr. Bald wird es nicht mehr von jedem täglichen Hochwasser überflutet und mehr und mehr Pflanzen können Fuß fassen.
Vor den schleswig-holsteinischen Deichen und auf den nordfriesischen Halligen gibt es über 10.000 Hektar Salzwiesen.
Die Salzwiese ist ein Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und für viele Vogelarten, denen die Salzwiesen als Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet dienen. Für die Küstenvögel sind die Salzwiesen ein Brutgebiet von internationalem Rang. Über 100.000 Brutpaare werden im Nationalpark jährlich gezählt.

Vielleicht kennen Sie den Begriff „The Big Five“ aus den großen Nationalparks Afrikas. Gemeint sind damit Elefant, Löwe, Nashorn, Büffel und Leopard als Safari- Highlights.

Die werden Sie im Wattenmeer nicht antreffen. Aber auch hier leben Tiere, über die man staunen kann. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen, weil sie im Vergleich zu den Riesen der afrikanischen Savanne sehr klein sind. Fünf typische Arten mit einer spannenden Lebensgeschichte, das sind unsere „Small Five“: Wattwurm, Herzmuschel, Strandkrabbe, Wattschnecke und Nordseegarnele. Sie sind angepasst an Überflutung und Trockenfallen, sie ertragen Salzwasser und Regenschauer, überdauern bei Frost und sommerlicher Hitze, und sie widersetzen sich erfolgreich einer Armada hungriger Fressfeinde.

Im Wattenmeer wechseln sich Ebbe und Flut alle sechs Stunden ab. Eben noch Lebensraum für Fische und Seehunde, stochern wenig später auf derselben Fläche unzählige Watvögel nach Nahrung. Es muss wohl ein attraktives Nahrungsangebot geben. Und die „Small Five“ spielen eine wichtige Rolle dabei.

Die „WET FIVE“ des Nationalparks Wattenmeer sind fünf typische Vertreter der Unterwasserwelt, und wurden erst im Jahr 2020 festgelegt. Zu den Wet Five gehören:

Ohrenqualle,
namensgebend sind die 4 weißlich bis violetten ohrenförmigen Keimdrüsen und besteht zu 98% aus Wasser. Sie kann unter optimalen Bedingungen eine Größe von 40cm Durchmesser erreichen und ist weltweit vertreten, in Nord- und Ostsee, treten sie besonders stark im Spätsommer auf, erreichen bei uns nur ein Alter von 4-6 Monaten und sterben dann. Die Ohrenqualle ist ein Fleischfresser, ernährt sich hauptsächlich von Planktonorganismen, nimmt aber auch gern Ruderfußkrebse, Fadenwürmer, Kieselalgen und mehr.
Seestern
Ein Stern mit 5 Armen leuchtet bei uns meistens rot-orange, bei einer Größe von 30-50 cm Durchmesser. Auf der Unterseite der Strahlen befinden sich viele kleine Saugnäpfe, die er zur Fortbewegung braucht. Statt eines Kopfes hat er ein Maul welches er zur Nahrungsaufnahme ausstülpen kann, er bevorzugt Muscheln. Er ist verbreitet vom Nordkap bis Westafrika.
Scholle
Schollen gehören zu den Plattfischen und sind der populärste Vertreter dieser Fisch-Ordnung. Sie bevorzugen als Lebensraum den Meeresboden, besonders die Nordsee, da sie salzreiches, kühles Wasser lieben. Faszinierend sind ihre Augen, die anfangen zu wandern sobald die Jungtiere eine gewisse Größe erreicht haben, danach beginnen sie flach über dem Meeresgrund zu schwimmen erreichen, die älteste je gefangene Scholle war ca. 50 Jahre alt. Je nach Alter ernähren sich von Garnelen, Krabben, kleinen Muscheln oder Plankton.
Seeanemonen
Auch Seerose oder Seenelken genannt, haben kein Skelett, sie können sich durch langsames kriechen auf ihrer Fußscheibe fortbewegen, aber auch am Untergrund festkrallen oder im Sand eingraben, was ihnen durch ihren muskulösen Körper nicht schwer fällt. In europäischen Gewässern leben ca. 60 Arten, ihre Nahrung sind Fische, Krebse, Schnecken oder auch nur Plankton.
Ruderfußkrebs
Er gehört zur Gattung der Krebse mit einer Körperlänge von 0,2 bis 2 mm, die Weibchen sind stets größer wie die Männchen. Sie leben im Meer, aber auch in Binnengewässern, Flussmündungen, usw.
Sie gehören zum Zooplankton und sind daher ein wichtiger Teil in der Nahrungskette anderer Meeresbewohner. Ihre Nahrung besteht aus Phytoplankton, welches sie filtrieren, aber auch als Räuber oder Parasiten finden sie ihre Nahrung.

Das Wattenmeer ist berühmt für seinen Vogelreichtum. Über 10 Millionen Wat- und Wasservögel nutzen es im Laufe eines Jahres. Ein Teil brütet auch hier am Watt, die Brutplätze der meisten Arten liegen aber in den arktischen Tundren von Sibirien bis Grönland. Für sie ist das Watt eine „Tankstelle“ aus Würmern, Muscheln und Krebsen, in der sie sich die nötigen Fettreserven für bis zu 5.000 km weite Zugstrecken zwischen den Brut- und Rastgebieten anfuttern. Fünf besonders typische Vogelarten im Nationalpark, das sind unsere „Flying Five“: Alpenstrandläufer, Brandgans, Austernfischer, Silbermöwe und Ringelgans.

Viele Wat- und Wasservögel kommen zu uns, um vom Nahrungsreichtum des Wattenmeeres zu profitieren. Bei Hochwasser rasten sie in großen Schwärmen auf den Salzwiesen oder vorgelagerten Sandbänken. Ausgerüstet mit Fernglas und Spektiv zeigen Ihnen unsere Ranger und Nationalpark-Betreuer die ornithologischen Kostbarkeiten in voller Lebensgröße, oft auch seltene und bedrohte Arten. Vielleicht entdecken Sie Vögel, die Sie noch nie in ihrem Leben beobachten konnten. Aktuelle Berichte aus der Vogelzugforschung lassen erahnen, zu welch unglaublichen Höchstleistungen unsere Weltenbummler fähig sind. Die Vögel und ihre Wanderungen verdeutlichen wohl am anschaulichsten die Bedeutung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe. Lassen Sie sich vom einzigartigen Schauspiel der großen Vogelschwärme faszinieren.

Zu unseren „Big Five“ zählen die drei Säugetierarten Seehund, Kegelrobbe und Schweinswal, der Seeadler als größter Vogel und der Stör als größter Fisch. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten wurden in Europa viele große Tiere intensiv gejagt, einige Arten sogar gänzlich ausgerottet. Im Wattenmeer haben Seehund und Schweinswal bis heute überlebt. Kegelrobbe und Seeadler waren ausgerottet, wanderten aber aus anderen Regionen wieder ein. Nur der Stör ist bis heute bei uns ausgestorben.
Seehunde sind ein „Muss“ in jedem Nordsee-Urlaub. Von vielen Hafenorten starten Ausflugsschiffe unserer Nationalpark-Partner-Reedereien zu Beobachtungsfahrten. Fahrten zu den seltenen Kegelrobben auf den Knobsänden vor Amrum werden in Hörnum/Sylt angeboten. Und mit ein bisschen Glück und Ausdauer gelingt dabei auch eine Walbeobachtung. Konkrete Termine zu den Seehundfahrten finden Sie in den Nationalpark-Häusern, den Tourist-Infos oder im „Naturerlebnisfinder“ ( www.nordsee-naturerlebnis.de). Seehunde und Kegelrobben lassen sich hinter dem Deich beobachten: in der
Seehundstation Friedrichskoog (beide Arten) und im Westküstenpark St. Peter- Ording (Seehunde).
Seeadler sind noch immer selten, aber mit etwas Glück am Wattenmeer ganzjährig zu beobachten. Gute Chancen bestehen im Rickelsbüller und im Beltringharder Koog, im Mündungsgebiet der Eider und im Dithmarscher Speicherkoog.
Zum Stör erfahren Sie alles Wissenswerte im Nationalpark-Zentrum Multimar Wattforum in Tönning (www.multimar-wattforum.de). In den großen Aquarien lassen sich die Tiere in aller Ruhe beobachten.

Salzwiesen bilden den Übergang zwischen Meer und Land. Dieser Lebensraum stellt besondere Anforderungen an Pflanzen und Tiere. Er liegt nur wenig über dem mittleren Hochwasserstand und wird jährlich 10 – 250 mal von Salzwasser überflutet.
Salzwiesen entstehen, weil jede Flut Schwebteilchen ins ufernahe Watt schwemmt. Wenn zur Hochwasserzeit die Strömung für kurze Zeit ruht, sinkt feines Material ab und bildet nach und nach eine Schlickschicht. Wenn der Schlick hoch genug angelandet ist, siedelt sich der Queller an – eine sogenannte Pionierpflanze.
Nach und nach wächst das Land vor dem Deich höher, im Mittel etwa 1 cm pro Jahr. Bald wird es nicht mehr von jedem täglichen Hochwasser überflutet und mehr und mehr Pflanzen können Fuß fassen.
Vor den schleswig-holsteinischen Deichen und auf den nordfriesischen Halligen gibt es über 10.000 Hektar Salzwiesen.
Die Salzwiese ist ein Lebensraum für zahlreiche Pflanzen und für viele Vogelarten, denen die Salzwiesen als Rast-, Nahrungs- und Brutgebiet dienen. Für die Küstenvögel sind die Salzwiesen ein Brutgebiet von internationalem Rang. Über 100.000 Brutpaare werden im Nationalpark jährlich gezählt.

Scholle (Wet Five)

© Solvin Zankl LKN.SH

Seestern (Wet Five)

© Siems LKN.SH

Ohrenqualle (Wet Five)

© Hecker LKN.SH

Kegelrobbe (Big Five)

© Anja Grabowski

Austernfischer (Flying Five)

© Anja Grabowski

Alpenstrandläufer (Flying Five)

© Anja Grabowski

Wattwurm (Small Five)

Gästebild mit Genehmigung

Krabbe (Small Five)

© Anja Grabowski

Herzmuschel (Small Five)

© Anja Grabowski

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